Fachklinik für Nahrungsmittel­unverträglichkeiten: Auslöser identifizieren und Beschwerden lindern

Eine zunehmende Anzahl an Betroffenen reagiert auf den Verzehr gewisser Nahrungsmittel mit Haut-, Magen-Darm- oder respiratorischen bzw. Atemweg-Symptomen. Dazu gehören beispielsweise Hautausschlag, Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen oder sogar Kopfschmerzen. Fruchtzucker, Gluten, Laktose sowie hohe Mengen an Histamin können derartige Beschwerden auslösen, unter denen Betroffene körperlich und oftmals auch seelisch leiden. Ein unbeschwerter Besuch im Restaurant oder die Einladung zu einem leckeren Essen bei Freunden kann schnell unangenehm werden, wenn Unverträglichkeiten bestimmter Lebensmittel oder Allergien noch unentdeckt sind. Lösen bestimmte Lebensmittel heftige körperliche Reaktionen aus, kann unter Umständen ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden, beispielsweise wenn die Atemwege betroffen sind. Deshalb ist es wichtig, die Auslöser einer Allergie oder Unverträglichkeit genau zu identifizieren.

Auch wenn die Zahl der Lebensmittelintoleranten Personen in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen ist, steckt nicht hinter jeder Unverträglichkeitsreaktion wirklich eine Allergie. Im Gegenteil, viele Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Verzehr von Nahrungsmitteln auftreten, werden nicht durch eine Immunreaktion ausgelöst. Als Fachklinik für Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehen wir den Auslösern beider Arten von Unverträglichkeitsreaktionen mit einem interdisziplinären Team, zu dem Haut- und Kinderärzte, Umweltmediziner, Psychologen sowie Ernährungs- und Naturwissenschaftler gehören, auf den Grund.

Allergie oder Unverträglichkeit? Abklärung in der Fachklinik für Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Viele Menschen erleben nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln Beschwerden. Diese äußern sich individuell. So leidet ein Betroffener unter starker Migräne, ein anderer reagiert mit Magen-Darm-Beschwerden, ein weiterer hingegen mit Hautausschlag oder juckender Haut. Treten diese Symptome wiederholt beim Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auf, können die Beschwerden als Nahrungsmittelunverträglichkeit eingestuft werden. Geschätzt sind in den Industrieländern etwa 20 Prozent der Bevölkerung von derartigen Unverträglichkeiten betroffen, doch nur bei einem Bruchteil dieser Beschwerden handelt es sich um tatsächliche allergische Reaktionen.

Der Unterschied liegt in der Beteiligung des Immunsystems: Eine echte Nahrungsmittelallergie ist eine rasch auftretende, immunologisch vermittelte Reaktion auf an sich harmlose Substanzen in der Nahrung. Diese Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Nahrungsbestandteile betrifft im Kindesalter insbesondere Erdnüsse, Hühnerei, Milch, Fische und Weizen, während Erwachsene besonders häufig allergisch auf Weizen, Garnelen, Haselnüsse, Soja, Sellerie und Erdnüsse reagieren. Selbst Kleinstmengen des entsprechenden Lebensmittels können bei einer Allergie heftige Reaktionen bis hin zur Atemnot nach sich ziehen.

Ist bei diesen Reaktionen das Immunsystem nicht beteiligt, so handelt es sich um eine nicht-allergische Nahrungsmittelunverträglichkeit, medizinisch auch als Intoleranz bezeichnet (darunter beispielsweise Intoleranz auf die Zuckerarten Fruktose oder Laktose). Diese liegt unter anderem vor, wenn entweder der Darm nicht fähig ist, manche Lebensmittelbestandteile richtig zu verarbeiten oder zu verwerten, oder wenn eine pathologische Darmflora die Nahrungsmittel für die eigenen Zwecke verwertet. Treten diese Reaktionen verspätet auf, handelt es sich nicht mehr um eine Nahrungsmittelallergie, sondern um eine Nahrungsmittelintoleranz oder Nahrungsmittelunverträglichkeit. Auch in diesem Fall kann das Immunsystem beteiligt sein, typische Beispiele dafür sind Zöliakie, Glutenunverträglichkeit oder Histaminintoleranz.

In unserem Alltag als Fachklinik für Allergien begegnen uns auch zahlreiche allergische Reaktionen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch nicht-immunologische Reaktionen auf Lebensmittel treffen wir deutlich häufiger an. Zu den wohl bekanntesten nicht-allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten zählt die Laktoseintoleranz – hier führt ein fehlendes, defektes oder fehlreguliertes Enzym zur Malabsorption des Milchzuckers. In anderen Fällen fermentiert die Darmflora den Milchzucker, um selbst Energie daraus zu gewinnen. Die daraus entstandenen Stoffe führen zu den damit verbundenen typischen Verdauungsstörungen. Auch die Fruktosemalabsorption, die mit unangenehmen gastrointestinalen Reaktionen auf Fruchtzucker einhergeht, zählt zu diesen Unverträglichkeiten. Zudem können auch Lebensmittel mit hohem Histamingehalt, wie lange gereifte Käsesorten oder Räucherfisch, aber auch Rotwein und Sekt bei Personen mit einer Histaminintoleranz pseudoallergische Reaktionen hervorrufen, beispielsweise Ausschlag, Durchfall oder Migräne.

Umfassende Tests schaffen Klarheit

Auch wenn sich die Symptome von allergischen und nicht-allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten durchaus ähneln können, ist eine Unterscheidung der dahinterstehenden Mechanismen für Diagnose und anschließende Therapiemöglichkeiten von besonderer Bedeutung. In unserer Fachklinik für Nahrungsmittelunverträglichkeiten verfügen wir über erfahrene Diagnostiker und präzise Analyseverfahren, um die Auslösemechanismen hinter den Beschwerden zu identifizieren.

Wie auch bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis ist es erforderlich, jede Patientin und jeden Patienten individuell zu betrachten, um die Ursachen für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Lebensmittelallergie zu identifizieren. Hier ist Detektivarbeit gefragt, der wir mit unserem ganzheitlichen Klinikkonzept nachkommen. Um eine genaue Diagnose stellen zu können, führen wir diverse Tests im Haus oder in Kooperation mit externen Laboren durch. Dazu gehören:

Basierend auf den Testergebnissen können individuelle Faktoren ermittelt werden, welche die körperlichen Beschwerden einer Unverträglichkeit oder Allergie auslösen. Weitere Informationen zu den in der Spezialklinik Neukirchen angewandten Diagnoseverfahren finden Sie unter „Labordiagnostik“.

Ganzheitlicher Behandlungsansatz in der Spezialklinik Neukirchen

Die Ermittlung der jeweiligen Auslöser mittels komplexer Diagnostikverfahren bildet die Grundlage unseres ganzheitlichen Behandlungsansatzes und der Erstellung der individuelle Therapieprogramme.

Allergische oder pseudoallergische Reaktionen können nicht nur gegenüber Nahrungsmitteln selbst, sondern auch gegenüber Zusatzstoffen wie beispielsweise Farb-, Konservierungs- oder Aromastoffen auftreten. Auch Schwermetalle aus Nahrungsmitteln oder dem Geschirr beziehungsweise Besteck können hinter Unverträglichkeitsreaktionen stecken. Und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit einer Störung des Darmmikrobioms als (Mit-)Verursacher von Nahrungsmittelintoleranzen. Aus diesem Grund steht in unserer Fachklinik, die auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert ist, neben der Umstellung der Ernährung durch personalisierte Diätpläne, welche dann für mehrere Monate auch zu Hause weiterhin zu führen sind, oft auch die Sanierung der Darmflora des Patienten im Zentrum des Therapiekonzeptes.

Unserem ganzheitlichen, komplementärmedizinischen Ansatz entsprechend fokussieren wir unsere Behandlung zudem nicht nur auf das Beschwerdebild, sondern auf die Betrachtung des Menschen in seiner komplexen Gesamtheit aus Körper, Seele und nicht zuletzt seinem Umfeld. Nur so können wir alle potenziellen Auslösefaktoren bei der Behandlung in Betracht ziehen und langfristige Beschwerdefreiheit erreichen.

Haben Sie Fragen zu unserem ganzheitlichen Behandlungsansatz? Im Rahmen unserer telefonischen Freisprechstunde haben Sie die Möglichkeit, mit einem Arzt über Ihre persönliche Situation zu sprechen. Kontaktieren Sie uns: Wir sind telefonisch unter +49 9947 – 28102 oder per Mail an info@allergieklinik.de für Sie erreichbar.

Weitere Informationen zur Spezialklinik Neukirchen sowie zu einem Aufenthalt in unserem Haus haben wir Ihnen unter Patienteninformationen zusammengestellt.